Sandstrahlen, häufig auch als Strahlen oder abrasives Reinigen bezeichnet, dient der schnellen Oberflächenbehandlung dort, wo Bürste, Schleifpapier und chemische Mittel nicht ausreichen. In der Praxis wird es eingesetzt, um Rost, alte Beschichtungen, Zunder und Verschmutzungen von Metall zu entfernen sowie Felgen, Geländer, Tore, Rahmen, Werkzeuge und Maschinenteile aufzuarbeiten. Mit einem feineren Strahlmittel lassen sich Holz, Stein, Ziegel oder Beton reinigen und Untergründe auf das Lackieren, Pulverbeschichten oder Verzinken vorbereiten.
In Werkstätten und Betrieben wird das ganze Jahr über sandgestrahlt. Das Sandstrahlen von Fassaden, Konstruktionen oder Zäunen im Freien planen Sie jedoch am besten für trockene Phasen zwischen Frühjahr und Herbst. Häufiger Anlass sind Reparaturen nach dem Winter, wenn sich an Autos, Gartengeräten und Metallelementen Korrosion zeigt, oder die Vorbereitung einer Oberfläche auf einen neuen Anstrich. Für kleine Teile eignet sich eine Sandstrahlkabine, bei größeren Aufträgen bietet sich mobiles Strahlen direkt vor Ort an.
Bei der Auswahl ist wichtig, welches Material Sie reinigen möchten und wie schonend die Bearbeitung sein soll. Korund eignet sich für Stahl, Glasperlen für eine feinere, gleichmäßige Oberfläche und Soda für empfindlichere Teile. Achten Sie auf die Körnung des Strahlmittels, den Druck, den Luftverbrauch, die Kompressorleistung, die Düsengröße und die Staubabsaugung. Bei herkömmlichem Sand ist wegen der Staubentwicklung und der gesundheitlichen Risiken Vorsicht geboten. Deshalb wird häufig ein auf die jeweilige Arbeit abgestimmtes Strahlmittel gewählt.
Um das passende Produkt auszuwählen, legen Sie zunächst den Arbeitsumfang, die Art der Oberfläche und das gewünschte Ergebnis fest: grobe Rostentfernung, feines Mattieren, Lackaufbereitung oder Mauerwerksreinigung. Vergleichen Sie anschließend Sandstrahlpistolen, Druckstrahlgeräte, Sandstrahlboxen und Strahlkabinen anhand der Kompressorleistung, des Behältervolumens, der verfügbaren Düsen und der Filterung. Wenn Sie unsicher sind, testen Sie das Strahlmittel an einer unauffälligen Stelle oder wenden Sie sich an einen Sandstrahlbetrieb, der Sie auch zur anschließenden Oberflächenbehandlung berät.